Chronik

135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Burgebrach veranlassen uns, über uns und unsere Vorfahren bzw. deren Arbeit nachzudenken. 135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Burgebrach heißt auch, 135 Jahre im Dienst am Nächsten nach dem Wahlspruch
„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“

Blicken wir nun in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach zurück.

Zu unserem Leidwesen sind aus den Anfangsjahren der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach keine schriftlichen Unterlagen mehr vorhanden. Das Gründungsjahr 1869 lässt sich jedoch nachvollziehen, da am 28. Mai 1897 eine Meldung aller Feuerwehren an das Königliche Bezirksamt Bamberg erging, in der auch die Gründungsjahre der Freiwilligen Feuerwehren vermerkt wurden. Zum obigen Stichtag wurde die Freiwillige Feuerwehr Burgebrach mit 156 Mitgliedern gemeldet. (Nachzulesen im Staatsarchiv Bamberg Bestand K3F IV, Nr. 622/2) Die Jahresangabe auf unserer ersten Vereinsfahne weist ebenfalls auf das Gründungsjahr 1869 hin.

Aus dem Gemeindearchiv geht auch hervor, dass die Freiwillige Feuerwehr Burgebrach sich sowohl nach den Distriktspolizeilichen Vorschriften über das FEUERLÖSCHWESEN im Amtsbezirke Bamberg II (Ausgabe 1882) organisiert hatte, als auch sich selbst eine Satzung & Dienstordnung für die Mitglieder der FREIWILLIGEN FEUERWEHR in Burgebrach (Ausgabe 1870) gab.

Zur Organisation der Feuerwehren ist hier zu sagen, dass in dieser Zeit jeder Gemeindebewohner eines Gemeindebezirkes „vom zurückgelegten 18. bis zum vollendeten 50. Lebensjahr“ Feuerwehrdienst zu leisten hatte. Nach dieser Verordnung waren einzelne Personen von der Dienstpflicht befreit.

Strenger als jedoch heutzutage wurde diese Dienstpflicht bewertet. So musste jeder, wie oben schon erwähnt, Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr leisten. Wer dieser Dienstverpflichtung nicht nachkam, wurde in die Pflichtfeuerwehr eingruppiert. Diese Pflichtfeuerwehr ordnete man der Führung der Freiwilligen Feuerwehr zu.

Dass hier auch die gesetzlichen Vorschriften und die Realität nicht unbedingt übereinstimmten, lässt sich aus mehreren Schreiben des Königlichen Bezirksamtes Bamberg II ersehen. So wurde nach einer Inspektion bei der Freiwilligen Feuerwehr vermutet, dass nicht alle dienstpflichtigen Einwohner ihrer Dienstpflicht nachkamen.

Man forderte die Gemeinde auf, diese Personen in die Pflichtfeuerwehr zu übernehmen und mit den vorgeschriebenen Armbinden auszustatten. Es lag wohl auch schon damals ein negativer Ruf auf einer Pflichtfeuerwehr, da sich die säumigen Personen dann alsbald im Rathaus zur Freiwilligen Feuerwehr verpflichteten.

Überhaupt ist aus dem Schriftverkehr des „Königlichen Bezirksamtes Bamberg II“ mit der „Gemeinde Burgebrach“, zu ersehen, dass um die Jahrhundertwende die Gemeinde Burgebrach ihrer Verantwortung um das Feuerlöschwesens nicht im erforderlichen Maße nachkam. Dies hat sich – Gott sei Dank – in der heutigen Zeit geändert. Aus den Inspektionsberichten des Archivs der Gemeinde lässt sich auch entnehmen, dass das Königliche Bezirksamt Bamberg II seine Aufgabe als Kontrollorgan sehr wichtig nahm.

Ab dem Jahr 1901 sind feuerwehreigene Aufzeichnungen vorhanden. Die Geschicke der Feuerwehr hatten in diesen Jahren Michael Schweiß als Kommandant und Rektor Suffa als Vorstand in den Händen. Während man heute Versammlungen mit dem Wahlspruch der Feuerwehr schließt, schloss man im Jahre 1901 die Versammlung mit einem „dreifachen Hoch auf seine Königliche Hoheit den Prinzregenten Luitpold von Bayern“

Im Jahre 1911 wurde beschlossen, dass Feuerwehrmänner die nicht ausrückten, eine Strafe von 6 Mark zu zahlen hatten. Daraus können wir schließen, dass sowohl die Feuerwehr, als auch der oberfränkische Feuerwehrausschuss sehr großen Wert auf Disziplin und Ordnung legte.

Aus diesem Grund empfahl man der Feuerwehr Burgebrach, 4 Mitglieder aus der Feuerwehr auszuschließen, da sie nach einem Brand in der „Güttlerischen Brauerei“ in eine „Rauferei“ verwickelt gewesen waren, obwohl sie schon außer Dienst waren.

(Dies wurde jedoch von der Feuerwehr abgelehnt, da zwei Mitglieder in der dazugehörigen Gerichtsverhandlung freigesprochen wurden und die beiden anderen Mitglieder ihren Gegner in keiner Weise verprügelt hätten. Zwar hätte dieser ein Paar Faustschläge erhalten – zu Recht jedoch, da er sich in unflätiger Weise geäußert habe. Auch wäre eine Indisziplin, falls eine solche geschehen wäre, durch den Kommandanten Schellerer gerügt worden.

Die Kriegsjahre 1914 bis 1918 hinterließen auch in der Feuerwehr Burgebrach ihre personellen Lücken. Das Leben weit ab der Front ging aber weiter, und so wurden mehrere Bezirksfeuerwehrversammlungen und Übungen abgehalten.

Ein markantes Datum in der Geschichte der Burgebrach ist der 21. April 1920. An diesem Tag beschloss eine eigene Satzung für die Feuerwehr Burgebrach

Der langjährige Kommandant Heinrich Schellerer wurde am 14. April 1921 zum Ehrenmitglied ernannt.

Auch standen Verbesserungen der Ausrüstung immer wieder zur Diskussion. Im Jahre 1925 schaffte man 30 Uniformen im Wert von ca. 600 Mark an

Im Rahmen einer Bezirksfeuerwehrversammlung am 7. Juli 1929 das 60-jährige Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach begangen.

Ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte ist auch im Leben der Feuerwehr Burgebrach zu vermerken. So wurde der Kommandant ab 1934 nicht mehr gewählt, sondern Landesbrandinspektor Eckert, auch München, bestimmte den Schlosser Georg Kiefer zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach.

Bis zum Jahre 1946 sind nun keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr vorhanden. Unsere älteren Mitglieder berichten uns aber, dass auf den Brandschutz während dieser Zeit ein großes Augenmerk gelegt wurde. Es wurden die Übungen, wie damals üblich, korrekt und diszipliniert durchgeführt. Während des zweiten Weitkrieges zog man dabei auch Frauen und Mädchen zum Dienst heran.

Ab dem Jahre 1946 übernahmen der Lehrer Berthold Meixner als Kommandant und Franz Voran als Vorstand die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach.

Wie aus unseren Protokollbüchern hervorgeht, war die Freiwillige Feuerwehr, insbesondere in den Jahren nach dem Krieg, Kulturträger der Gemeinde Burgebrach. Dies ist bis in die heutige Zeit auch so geblieben.

Der Feuerwehrverein in Burgebrach gab sich am 5. April 1952 wieder Statuten, um ein geordnetes Vereinsleben zu ermöglichen.

Am 8. August 1954 fand unter musikalischer Umrahmung der Musikkapelle Burgebrach das 85-jährige Gründungsfest statt. Der Patenverein war Freiwillige Feuerwehr Schönbrunn. Auch die umliegenden Feuerwehren nahmen an dem Fest teil.

Die Feierlichkeiten fanden am „Schwanenkeller“ und der Festball im Saal des Gasthofes „Stern“ statt. Als Ehrengäste begrüßte man Oberregierungsrat Streit sowie die KBI Schwarzmann und Fuchs.

Im Jahr 1955 war es dann soweit. Die motorisierte Brandbekämpfung hielt in Burgebrach Einzug. Das kreiseigene Feuerwehrfahrzeug wurde der Feuerwehr Burgebrach übergeben, womit nun der Feuerschutz im größten Teil des westlichen Landkreises übernommen werden konnte.

Am 1. März 1958 wurde der ehemalige Bürgermeister Josef Güttler zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach ernannt. Nachdem nun bereits ein ehemaliger Bürgermeister Ehrenmitglied der Feuerwehr war, wurde am 23. August 1961 Georg Düchtel, ein amtierender Bürgermeister, zum Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Dieses Amt behielt er bis 1970. Des Weiteren ernannte man am 6.Februar 1962 noch die Kameraden Friedrich Hahn zum Ehrenkommandant und Franz Voran zum Ehrenvorstand

Auch Übungen und Einsätze kamen in diesen Zeiten nicht zu kurz. Besonders stolz war man im Jahre 1963 darauf, dass erstmals in Burgebrach das Leistungsabzeichen abgenommen wurde. Diese Prüfung legten 3 Gruppen mit Erfolg ab. Bis heute stellt sich die Feuerwehr Burgebrach regelmäßig den Anforderungen der Leistungsprüfung.

1967 wurde das Einsatzspektrum der Freiwilligen Feuerwehr wiederum erweitert. Der Landkreis stationierte in Burgebrach einen Ölschadenanhänger, an dem in der Folgezeit auch rege geübt wurde.

Vom 11. bis 13. Juli 1969 feierte man das 100-Jährige Bestellen der Freiwilligen Feuerwehr. Zu diesem Anlass übergab die Gemeinde Burgebrach das neue Feuerwehrgerätehaus, welches während des Festes eingeweiht wurde. Als Patenwehr fungierte die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt.

Das Gründungsjubiläum 1969 stand jedoch unter keinem guten Stern. Musste man doch den Festkommers am Samstag kurzerhand in die Turnhalle verlegen, da das Zelt und der Festplatz nach einem Gewitterregen unter Wasser standen. Als herrlich wurde dann der Fackelzug am Abend, zum Marktplatz, mit anschließendem Zapfenstreich, beschrieben. Nachdem am Sonntagvormittag die neue Vereinsfahne geweiht wurde, fand am Nachmittag ein bis dahin noch nie da gewesener Festzug statt. Unter strahlendem Sonnenschein gaben sich 106 Vereine die Ehre.

Im Jahr 1970 wurde den gewachsenen Anforderungen an die Feuerwehr Rechnung getragen und Geräte für den schweren Atemschutz vom Landkreis übernommen. Doch auch verdiente Vereinsmitglieder verlor man nicht aus den Augen. So wurde im März 1972 der ehemalige Vorstand Düchtel zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenso erhielt die Würde des Ehrenmitgliedes der langjährige Zeugwart August Vorschmitt. Aber auch an die Zukunft der Feuerwehr wurde gedacht und 1972 eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, welche auch gleich das Jugendleistungsabzeichen ablegte.

Im Jahr 1974 übernahm Georg Thomann das erste mal größere Verantwortung in unserer Feuerwehr. Er teilte mit Rudolf Zauzig den Posten des Maschinenwartes. Bereits 1974 dachte man an eine Erweiterung der Feuerwehrgerätehalle um einen Schulungsraum. Zum Fest der Freiwilligen Feuerwehr Grasmannsdorf wurde 1975 die Patenschaft übernommen. Im selben Jahr feierten wir unsere erste „Zipfelkerwa“, welche sich zu einem festen Programmpunkt in unserem Vereinsleben etablierte.

Ein personeller, wie auch altersmäßiger Umbruch in der Führung der Feuerwehr Burgebrach ergab sich 1976. Michael Frizino übernahm als Kommandant und Harry Halbauer als Vorstand die Geschicke der Feuerwehr Burgebrach. Als besonderer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Burgebrach, erwies sich 1976 der Brand in Trosdorf, bei dem drei Anwesen ein Raub der Flammen wurden.

1977 wurde die Freiwillige Feuerwehr Burgebrach international. Wir besuchten am 23. bis 24. Juli 1977 das 50-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Auffach in Tirol. Dabei konnten wir eine Hochgebirgsfeuerwehrübung besichtigen und uns von deren besonderen Schwierigkeiten überzeugen.

Die „Zipfelkerwa 1978“ ist besonders zu erwähnen, da durch die Darbietungen unserer österreichischen Gäste „Bingo mit Freunden“, diese Veranstaltung wohl jeden von uns unvergessen bleiben wird.

Schwierigkeiten ergaben sich jedoch 1979, als die Mängel am alten Feuerwehrauto überhand nahmen und in eigener Regie, trotz bestmöglicher Pflege, nicht mehr zu beheben waren. Erstmals wurde laut über die Neuanschaffung eines Tanklöschfahrzeuges nachgedacht und der Gemeinde eine entsprechende Empfehlung gegeben, 1979 wird das alte Feuerwehrfahrzeug mit Funk ausgestattet. KBI Stirnweiß sagte, wir zitieren:

„Burgebrach wird auf den Namen Florian Burgebrach 21/1 hören“.

Außerdem stellte sich in diesem Jahr Anton Dorn als neuer zuständiger Kreisbrandmeister vor.

Ein schwerer Schlag ereilte die Feuerwehr Burgebrach 1980, Aus gesundheitlichen Gründen legte Kommandant. Michael Frizino im Februar sein Amt nieder. Bereits im Juni wurde er dann aus unserer Mitte herausgerissen.

Doch auch Erfreuliches gibt es aus dem Jahr 1980 zu berichten. So wurde mit Alfred Hoff, ein rühriger Kamerad Nachfolger des verstorbenen Kommandanten Michael Frizino. Die ersten Kameraden erreichten die Endstufe des Leistungsabzeichen Gold-Rot. Die Gemeinde signalisierte, mit dem Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges einverstanden zu sein, welches 1981 bestellt wurde.

Das neue Tanklöschfahrzeug ist da. Wir schreiben das Jahr 1982. Während der Zipfelkerwa vom 13. bis 16. August wurde das Fahrzeug gesegnet und an die Feuerwehr Burgebrach übergeben. Ausgerüstet auch mit Geräten zur technischen Hilfeleistung, ergab sich nun auch ein ganz neues Einsatzspektrum.

Nicht mehr nur Brandeinsätze konnten erledigt werden, sondern ab sofort mussten wir mit Rettungsschere und Spreizer, bei PKW-Unfällen mit eingeklemmten Personen, zu Hilfe eilen. Unser Einsatzschwerpunkt verschob sich immer mehr zulasten der technischen Hilfeleistung. So ist heute, statistisch gesehen, nur noch jeder vierte Einsatz ein Brandeinsatz.

Am 14. August 1982 wird Willi Neser zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls 1982 konnte mit der Planung des Anbaus eines Schulungsraumes begonnen werden. Im Jahr 1984 wurde die „stille Alarmierung“ in Burgebrach eingeführt. Auch ein Führungswechsel fand statt. Georg Thomann und Josef Burkard übernahmen das Amt der Kommandanten. 1985 wurde mit dem Anbau des Schulungsraumes an die Gerätehalle begonnen. Am 29. November 1986 fand die Einweihung statt. Am 14.10.1986 werden Albrecht Hahn, Georg Schlapp sen. und Karl Bauersachs zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Unser äußeres Erscheinungsbild änderten wir 1987. Für unsere Uniformen wurden Ärmelabzeichen mit dem Burgebracher Wappen angeschafft, um unsere Verbundenheit mit der Marktgemeinde Burgebrach zu beweisen.

Die ersten Gedanken zur Erweiterung unseres Fahrzeugparks stellten wir 1988 an. Durch Betreiben unseres ehem. 1. Kdt. Thomann wurde die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges ins Auge gefasst. Auch die ersten Vorbereitungen zum 125-jährigen Bestehen kamen in Gang. Es wurde der Kreisfeuerwehrtag 1994 beantragt. Im September 1988 war die Beschaffung des Mehrzweckfahrzeuges abgeschlossen.

Das Fahrzeug war in unseren Händen. Die Freiwillige Feuerwehr Burgebrach beteiligte sich an der Beschaffung des Fahrzeuges mit 12.000,00 DM.

Am 11.03.1989 wurde dem Fahrzeug der kirchliche Segen zuteil. Erwähnenswert ist weiterhin der Brand beim Aussiedlerhof Ernst Bogensperger, der das ganze Können der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach forderte. Bei diesem Einsatz hat sich auch unser Mehrzweckfahrzeug bestens bewährt. Das Jahr 1989 stellte besonders hohe Anforderungen an die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach. Erstmals mussten über 20 Einsätze gefahren werden, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass die Marktgemeinde Burgebrach ständig wächst und mit ihr auch die Aufgaben der Feuerwehr.

Im Jahr 1991 ergab sich nochmals eine Änderung in der Vereinsführung. Michael Giehl und Josef Dürrbeck übernahmen die Vorstandschaft und der langjährige Vorstand Harry Halbauer wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Bereits im Herbst ’91 nahmen wir die Vorbereitungen für unser 125-jähriges Bestehen auf. Den Festausschuss dazu, wählten wir 1992 in unserer Generalversammlung.

Vollkommen unvorbereitet traf uns 1993 ein weiterer harter Schlag. Unser Ehrenkommandant Alfred Hoff, der stets fleißig bei den Festvorbereitungen beteiligt war, verstarb, für uns alle unfassbar plötzlich und unerwartet.

In all den Jahren waren wir stets bemüht unsere Dienstpflicht zu erbringen. Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach steigerte sich immer mehr. So mussten 1991 erstmals über 30 Einsätze erledigt werden.

Im Jahr 1993 war die Schallgrenze von 40 Einsätzen überschritten. Dem gestiegenen Einsatzaufkommen wurde Rechnung getragen, indem, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die Neuanschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16/12 beraten wurde. Die Gemeinde folgte den Ausführungen der Feuerwehr und beschloss die Anschaffung dieses Fahrzeuges. Die Auslieferung war im Dezember 1994. In der Generalversammlung vom 05. März 1993 wird dem langjährigen Mitglied Hans Ludwig die Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen.

Bei all diesen Anforderungen vergessen wir nicht das gesellschaftliche Leben. So wird weiterhin jährlich die Zipfelkerwa veranstaltet. Bei all dem übersehen wir aber auch nicht, dass unsere wichtigste Aufgabe der aktive Dienst ist, wofür Übungen durchgeführt werden müssen. Den gradlinigen Kommandanten der Feuerwehr Burgebrach ist es zu danken, dass säumige Mitglieder stets auf deine menschliche Weise, aber doch nachdrucksvoll, zu ihren Übungen aufgefordert werden. Wo diese Aufforderungen nicht fruchten, sprechen die Kommandanten den Ausschluss aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus.

Durch diese Führungsqualitäten hat sich die Feuerwehr Burgebrach zu einer festen Größe im westlichen Landkreis entwickelt, die mit Fachkompetenz und Können die ihr gestellten Aufgaben bis heute stets gemeistert hat. Wünschen wir der Freiwilligen Feuerwehr Burgebrach auch in Zukunft eine Mannschaft, die die an sie gestellten Anforderungen jederzeit erfüllen kann; nach dem Wahlspruch der Feuerwehren

„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“